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  Feldspatfamilie
 

Die Feldspatfamilie

Oft erlebe ich es, daß jemand kommt und nach Feldspat fragt und dann ganz erstaunt ist, wenn ich denn Frage, was genau er den haben möchte. Viele wissen nicht, daß Feldspat nur ein Oberbegriff für eine Familie von aluminiumhaltigen Silikaten ist, die sich nur von dem unterschiedlichen Gehalt an Kalium, Calcium und Natrium präsentieren.

Diese Familie wird wiederum in zwei Gruppen eingeteilt. Es sind einmal die Tieftemperatur- und zu anderen die Hochtemperatur-Feldspäte. Zu der größeren Gruppe – der Tieftemperatur-Feldspäte - gehören Albit, Ollogoklas ( Aventurin-Oligoklas), Andesin, Labradorit ( Spektrolith, weißer Labradorit oder Regenbogenmondstein, Labradorit-Katzenauge, Goldlabradorit und Aventurin-Labradorit / Oregon Sonnenstein), Bytownit und der Anorthit in der Reihenfolge vom Gehalt an Natrium und Calcium. Des Weiteren gehören der Albit-Mondstein, der Miroklin- und Orthoklas-Mondstein in der Reihenfolge von Natrium und Kalium dazu. Hinzu kommen noch die Mischgesteine.

Zu den Hochtemperatur Feldspäte gehören Plagioklas, Alkalifeldspat und Kalifeldspat, den Sanidin, sowie ebenfalls die Mischgesteine. Sanidin ist monoklin und entsteht bei über 600 Grad, wobei die hochtransparenten Steine eine rauchgraue Farbe haben und wenn sie facettiert sind können sie auch schon mal mit Rauchquarz verwechselt werden. Anders verhält es sich beim triklinen Mikroklin, der bei tiefen Temperaturen entsteht. Dazu gehören der Amazonit und der Mondstein. Der Mikroklin-Amazonit hat eine grüne Farbe und ist bleihaltig. Er ist undurchsichtig bis schwach durchscheinend kann fein- und grobkörnig sein, wobei der grobkörnige Amazonit durch weiße Risse sein Aussehen bekommt, das man im Allgemeinen kennt und der auch schon mal mit dem grünlichen Chalcedon verwechselt werden kann.

Ebenso, wie der Mikroklin-Amazonit entsteht auch der Orthoklas bei niedrigen Temperaturen, wenn gleich auch die Bildungsbedingungen etwas anders sind. Den monoklinen Orthoklas (der rechtwinklig Brechende) gibt es in gelbliche Varietäten, die als Gold-Orthoklas bezeichnet werden und sie sind leicht mit Citrin zu verwechseln. Zu unterscheiden sind sie am Bruch, der beim Citrin muschelartig und rund ist. Mitunter wird der Orthoklas auch durch gelbes Glas imitiert, was man jedoch leicht erkennen kann. Der farblose und glasklare Adular ist eine Varietät vom Orthoklas und er ist auch der Namensgeber der Bezeichnung von "adularisieren", wie man es vom Mondstein kennt.

Plagioklas hingegen gehört zur der Modifikation, die bei hohen Temperaturen gebildet werden, wobei Plagioklas auch wiederum ein Sammelbegriff ist. Dieser steht für Feldspäte aus der Albit-Anorthit Reihe mit den Mischkristallen die nach ihren Gehalt an Calcium benannt werden. So hat der Albit den geringsten Caciumgehalt, gefolgt von Oligoklas, Andesin, Labradorit, Bytownit und Anorthit. Der Albit ist in seinen reinen Zustand zwar farblos, doch es kann auch gelber oder grüner Mondstein entstehen, wenn er kaliumhaltiger wird. Oligoklas ist eigentlich unter dem Namen Sonnenstein oder auch Aventurin-Feldspat bekannter. Er ist stark glitzernd und hat meist eine rot-orangebraune Farbe und der Name Aventurin bedeutet eben, dass er diesen Glitzereffekt hat und man von aventusieren spricht. Fein verteilte Hämatitplättchen reflektieren das Licht und rufen somit den Glitzereffekt und die Farbe hervor. Der weniger bekannte Larvikit bekommt sein ladradisierenden Flächenschiller durch die Entmischung von feinen Kalifeldspatpartikeln. Auch, wenn der Name nicht so geläufig ist, so hat ihn jeder schon als Grabstein, Bodenbelag oder als Dekostein gesehen. Der bunteste aller Feldspäte ist wohl der Labradorit mit seinen Flächenschiller von goldgelb über grün, blau bis hin zum violetten Schimmer. Weist ein Labradorit die gesammte Farbpalette auf, so spricht man vom Spektrolith. Feinste Lamellen von Böggild im Kristall rufen dieses Labradorisieren hervor. Die noch nicht so bekannte Varietät ist der Oregon-Sonnenstein, der einen Calcuiumanteil von 70 % hat und ein Grenzphänomen zwischen Labradorit und Bytownit ist. Sein Farbespiel reicht von rot über gelb und grün, die durch feine Kupferplättchen hervorgerufen werden.

Bei Temperaturen von über 600 Grad Celsius kann sich der Natrium-Feldspat mit dem Kalifeldspat und dem Calcium-Feldspat mischen und es sind alle Variationen möglich. Dieses Mischverhalten wird mit abnehmenden Temperaturen immer geringer und sinkt ein Mischkristall, welches bei hohen Temperaturen entstanden ist in einen kälteren Bereich, so redet man von einer Mischungslücke, wo sich das Kristall wieder entmischt. Dabei entstehen räumliche Strukturen die die Form kleiner paralleler Spindeln oder Lamellen, die dann das Licht brechen und streuen. Spindelförmige Strukturen reflektieren dabei das Licht als diffusen Lichtschein, was man Adularisieren nennt. Größere Spindeln erzeugen einen weißen Schimmer, während die kleineren Spindeln einen  bläulichen Schimmer erzeugen. So wir aus einen gewöhnlichen Feldspat ein Mondstein, wobei der bläulich schimmernde Mondstein höher bewertet wird, als der mit weißen Schimmer und je dunkler die Körperfarbe ist, umso höher ist er eingestuft.

Auch bei Plagioklasen ist dieses Schimmern bekannt, wobei der Mondstein schon viel imitiert wird, indem man Amethyst brennt, künstlich hergestellten Spinell  oder bläulich schilderndes Kunstglas nimmt.

Vom Labradorisieren spricht man, wenn die Entmischungskörper nicht spindelförmig, sondern Lamellenartig sind, wobei dieses schöne bunte Farbenspiel entsteht. Viele jedoch verwechsel es mit dem Adularisieren, wenn ein weißer, durchsichtiger Labradorit mit bläulichen oder gelblichen Farben als Regenbogenmondstein angeboten wird. Doch betrachtet man diesen Stein genauer, so kann auch ein Laie den Unterschied erkennen, denn der Mondstein hat immer nur eine einige Farbe und bei Cabochons oder anderen rundlich geschliffenen Steinen zeigt der Mondstein immer einen seidigen Schimmer und nie eine bunte schillernde Fläche. Es werden auch immer mal schwarze Mondsteine oder Mondstein-Katzenauge angeboten, deren Einschlüsse nadelig sind und einen bläulichen Lichtstreifen zeigt, doch auch das nennt man nicht Adularisieren, sondern Chatoyance. Das ist ein Katzenaugeneffekt, der eben durch die feinen Nadeln entstehen, welche feinfaserig und gleichgerichtet sind. So gibt es auch Quarz-Katzenauge und Turmalin-Katzenauge (entsteht durch parallelen, feinen Hohlräume). Auch sie sind keine Mondsteine. Der Labradorit-Katzenauge sollte also auch immer so bezeichnet sein, auch wenn sich Mondstein besser verkaufen läßt, weil der Name geläufiger ist.

Vom Aventurisieren spricht man, wenn ein Glitzereffekt vorliegt, den man aber nur bei Oligoklas und Labradorit  findet. Mitunter wird auch Goldfluß, Golstein oder Aventuringlas als echt angeboten. Doch diese sind lediglich nur Kunstglas mit Kupferpartikel.





Kommentare zu dieser Seite:
Kommentar von dr dre headphones( iniywccdyahoo.com ), 24.12.2013 um 04:35 (UTC):
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