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  Neuere Funde
 

Dumar

der Dumar ist ein komplexes Skarngestein, welches erstmals Anfang 2010 auf dem Markt auftauchte und das angeblich aus China kommt. Ob der Name Dumar etwas mit dem Meer zu tun hat, weiß man auch noch nicht genau und so, wie viele Neuentdeckungen, wurde auch der Dumar erst einmal als Jaspis-Variation eingestuft und als "Lotusjaspis" bezeichnet. Untersuchungen ergaben jedoch, daß dieses Gestein nichts mit dem Jaspis überein hat. Man fand heraus, daß es sich hier um ein überaus komplex aufgebautes Skarngestein handelt, welches sich durch die Metamorphose aus Kalk- oder Dolomitgestein, das sich durch den Stoffaustausch mit silikatreichem Nebengestein gebildet hat.


Die Zusammensetzung dieses Gesteins ist eine verkieselte Grundmasse mit feinkörnigen Tremolit, stellenweise verwachsen mit Dolomit und Calcit, welcher die grünen Bereiche bildet. Des Weiteren sind Augit (radialstrahlig angeordnet), Ägirinaugit  und Albit enthalten, die miteinander verwachsen sind. Etwaige violette Stellen kommen durch Fluorit, welcher u.a. eine idiomorphe Kristallbildung aufweist.

Im Handel findet man diesen Stein immer noch unter "Lotusjaspis" aber er wird auch als "Lotusjade" angeboten, was jedoch eine falsche und irreführende Bezeichnung ist.

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Eclipse

Anfang des Jahres hörte ich erstmals von diesem Neufund, den es wohl 2009 gab. Bis vor kurzem hatte ich ihn weder in Natura noch auf Fotos gesehen. Nun fand ich ein Bild – ich kann es leider nicht wegen der Copyrightrechte einstellen – und mit etwas Fantasie weiß ich nun auch, warum der Stein "Eclipse" heißt. Eclipse aus dem Englischen Übersetzt heißt wörtlich "Verdunkelung", also ein Begriff bei der Sonnenfinsternis. Schaut man sich das Foto an, so erinnern die gelben Kreise und Strahlen und den fast schwarzen Gestein an eine Sonnenfinsternis.

Der Fundort soll China sein, doch allzu viele Informationen konnte ich noch nicht finden.  Untersuchungen ergaben, daß es sich um Einschlüsse von Bitumen handelt, die den dunkelgrauen bist fast schwarzen Teil des Gesteins, ein Kalkstein die Farbe geben. Weiter gibt es goldgelbe und orange Lagen und strahlige Agregate des Arsenminerals Auripigment. Die geschwungenen und sägezahnartigen Strukturen entstanden durch Druckverformung und/oder Faltung, was ihn zu einem sehr schönen Schmuckstein machen würde, da er auch eine sehr geringe Härte aufweist.

Sollten Sie in den Besitz eines Eclipse sein, so ist eine besondere Vorsicht geboten, wenn sie ihn tragen. Auripigment kann langsam oxidieren, wenn es der Einwirkung von Sauerstoff und Licht unterliegt. Es bildet sich dann das hochgiftige Arsenoxyd "Arsenik", was auch zur Rattenbekämpfung angewandt wird.


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Nicht mehr ganz so neu, aber erst kürzlich bekannt geworden ist ein "nicht irdisches" Mineral als Mineralnummer 4.325 von der IMA – der Internationalen Mineralogischen Vereinigung anerkannt und eingetragen worden.  Entdeckt wurde dieses Mineral mit Hilfe eines Meßflugzeuges, welches in der oberen Atmosphäre Kometenstaub aufnehmen sollte. Dieser Staub stammt aus dem Schweif eines - nahe der Erde vorbeiziehenden -  Kometen (er trägt den Namen 26P/Grigg-Skjellerup), den das Stratosphärenflugzeug Typ ER-2 . Das war im April 2003.

Bei der Analyse des Sternenstaubs fanden die Wissenschaftler vom Johnson Space Center der NASA in Houston ungewöhnliche, nur  weniger als hundert Nanometer große Mineralpartikel, die bis dahin gänzlich unbekannt waren. Diese Partikel wurden nach Monaten der Untersuchungen und speziellen Nanoanalysetechniken als ein Mangan-Silizid identifiziert. Dieses Mineral aus einer Verbindung von Mangan und Silizium war von mehreren Schichten weiteren extraterrestrischen Himmelskörpern, deren Mineralien bereits bekannt sind, umgeben.

Das neue Mineral, daß man auch wohl später noch auf Börsen vergeblich suchen wird, heißt  "Brownleeit". Der Name wurde zu Ehren des Astronomieprofessor und Planetenforscher Donald E. Brownlee gegeben, der auch ein leitender Wissenschaftler der Stardust-Mission der NASA ist.

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Sonora Sunrise

Kürzlich bekam ich wieder neue Informationen über diesen schönen und farbenfrohen Stein, ein Edelgestein, welches "patchworkartig" vermengt ist. Sonora Sunrise, noch fast unbekannt, kommt aus Mexiko und wird in der Milpillas Kupfermine, die westlich der Ortschaft Cananea in der Sonora Wüste Nord-Mexikos liegt, abgebaut. Ein Edelgestein, daß heute schon zu begehrten Schmuckstücken verarbeitet wird und auch seine Preise hat. Im Cabochonschliff kommen die Farben und die Aufteilung am besten zur Geltung.

Die enthaltenen Kupfermineralien Cuprit, Tenorit, Brochantit und Chrysokoll sind für diese außergewöhnliche Farbenpracht verantwortlich und je nach der Mineralverteilung variiert auch der Stein in seinen Farben und Mustern.  So ist der Cuprit von blutrot bis orange, der Tenorit ist schwarz, der Brochantit und der Chrysokoll sind blaugrün.

Anhand der geringen Härte konnte man Cuprit und Tenorit  leicht bestimmen, doch bei den grünen bis blauen Mineralien erwies es sich als schwierig, da diese eng miteinander verwachsen sind. So wurden zwei Röntgenanalysen durchgeführt, die Aufschluß über die mineralogische Gesamtzusammensetzung des Gesteins gaben.

Analyse eins war eine Röntgendiffraktionsanalyse (RDA). Hierbei wurde festgestellt, daß neben Cuprit auch das Kupfersulfat Brochantit vorliegt und bei der mikroskopischen Untersuchung die vorher gemacht wurde, kam auch der Verdacht auf, daß auch Chrysokoll enthalten sein könnte. Die RDA Methode ergab aber keine genaue Auskunft darüber, weshalb man noch die die Röntgenfluoreszensanalyse (RFA) durchführte. Hiermit kann der Elementgehalt bestimmt werden und es zeigte sich, daß ein Siliziumgehalt von teilweise über 20% Silizium enthalten war, was die Annahme bestätigte, daß auch Chrysokoll im Gestein enthalten ist. Das Resultat beider Analysen ergab eine Mineralzusammensetzung von Kupfermineralien, wie sie typisch für die Oxidationszone kupferhaltiger, sulfidischer Erzkörper sind. Cuprit und Tenorit sind Kupferoxyde, die sich durch die Oxydation aus gediegenen Kupfer oder aus Kupfersulfiden bilden. Brochantit und Chrysokoll dagegen sind typische Sekundärmineralien und sie entstehen durch die Infiltration von schwefel- und siliziumhaltigen Lösungen im Zusammenhang mit hydrothermalen Vorgängen.

Die Seltenheit dieses Edelgesteins ist genau diese Kombination, da jedes Mineral für sich ja keine Seltenheit ist.

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Bilder folgen. Ich suche die oben genanten Mineralien noch als Rohstein und im angeschliffener Form zu güntigen Preisen für die Sammling und für Ausstellungen. Angebote bitte per mail mit Bild, Info und Preis

 

 

 







Kommentare zu dieser Seite:
Kommentar von dr dre headphones( nxfncsgmail.com ), 21.12.2013 um 21:27 (UTC):
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