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  Obsidian
 

Obsidiane

Der Überlieferung nach bekam der Obsidian seinen Namen von einen Römer der Obsius hieß und wohl den ersten Obsidian aus Äthiopien mitgebracht haben sollte. Obsidiane waren aber auch schon weit vor der Antike, wenn auch nicht unter diesen Namen, bekannt und begehrt. Auch schon den Griechen war dieser Stein als "liparaios" geläufig nach seinem Fundort auf den Liparischen Inseln. Ähnlich wie der Feuerstein/Flintstone wurde der Obsidian schon zu Urzeiten benutzt, um daraus "Messer", Pfeilspitzen, Speerspitzen, Schwerter und anderes Jagd- und Werkzeug zu fertigen. Auch als Schmuck – und Amulettstein hatte es seine wichtige Bedeutung bei den Menschen.

Obsidiane findet man immer dort, wo es Vulkane gab oder gibt, denn sie sind kein Mineral, sondern ein Glas mit vulkanischer Herkunft. Sie entstehen, wenn die Lava sehr schnell abkühlt, wobei der Wasseranteil in der Lava eine Rolle spielt. Dieser ist max. 3 bis 4 Prozent. Ist dieser Wasseranteil (und auch CO2)höher, so würde sich das Gestein zu Bimsstein aufblähen. Ist die Abkühlung langsamer, so entsteht der Pechstein wobei auch die Zähflüssigkeit hier eine Rolle spielt, denn je höher der Kieselgehalt ist, desto zähflüssiger wir die Lava.

Bei einer schnellen Abkühlung und Erstarrung kommt es nicht zu der Ausbildung von regelmäßigen Kristallstrukturen, weshalb der Obsidian ein amorphes Gefüge hat. Aber der Obsidian ist, wie alle Gläser, auch metastabil und kann so im Laufe der Zeit auch kristallisieren und entglasen. Während dieser Wandlung ist auch eine Bildung von Sphärolithen möglich. So haben die mineralischen Aggregate eine strahlenförmige Anordnung, wie beim Augenobsidian zu erkennen ist. Mit einem Kieselsäuregehalt von mehr als 70 Prozent gehören die Obsidiane zur Familie der Rhyolithe. Rhyolithe sind eine vulkanische Äquivalenz der Granite.

Obsidiane unterscheiden sich farblich nach den Verunreinigungen und deren Oxydationszustand und sind meist dunkelgrün bis schwarz. Ab und an können sie auch braun und rötlich sein. Hierbei spielen feinstverteilte Hämatit- oder Magnetitmineralien eine farbgebende Rolle. Beim Goldobsidian sind es feinste Pyriteinschlüsse, die ihn so golden schimmern lassen. Mitunter sind auch Kristalle in die hyaline (glasige) Struktur eingebettet, welche eine Fließtextur aufweisen.

Am bekanntesten ist wohl der Schneeflockenobsidian mit seinen radial eingewachsenen Strukturen von Feldspat oder Cristobalit. (Cristobalit ist eine Modifikation vom Quarz, welche unter sehr hohen Temperaturen stattfand). Diese grauen und weißen Spärolithe aus Feldspat und Cristobalit entstanden aus einem Kristallisationskeim in der Glasschmelze und wuchs kugelförmig bist die Abkühlung diesen Wachstumsprozeß stoppte. Oft ist dieser Prozeß aber auch nur angehalten und nicht gänzlich gestoppt und so erlebt man immer mal, daß die Schneefocken aus Feldspat oder Cristobalit sich verändern. Sie können weiter wachsen oder kleiner werden. Bislang habe ich jedoch noch keine Erklärung dafür gefunden, was diese Prozesse auslöst und welche Bedingungen dafür vorherrschen müssen. Sicher ist aber, daß der Standort, die Temperatur und die Energien ein Auslöser dafür sein könnte. Auch kann man dort die Entglasungserscheinungen sehr gut beobachten.

Ein beliebtes und selteneres Schmuckstück ist der Regenbogenobsidian, den man auch oft als Kugel- oder in Herzform geschliffen findet. Er enthält Spurenelemente von Eisen, Mangan, Zink , Aluminium und Wasser, welche sich kugelförmig und in Schichten im Obsidian eingelagert haben und dieses regenbogenfarbige Schimmern verursacht.  Durch die Streuung wird das Licht in die Spektralfarben aufgespalten und zeigt so die gebänderten Interferenzfarben. Im Handel findet man ihn auch unter den Namen:  blauer Obsidian.

Der Rauchobsidian oder auch Apachenträne genannt ist ein durch die Erosion abgeschliffener und gerundeter Obsidian, der in der Schmuckindustrie auch gerne nachgemacht wird. Dazu wird einfaches Glas bedampft, was man aber relativ gut erkennen kann, da es an den Ecken und Kanten der Fassetten oft abgerieben ist. Der Rauchobsidian bildet sich vor allem aus sehr saurer Lava und hat nur geringe Verunreinigungen von Einschlüssen und Fremdstoffen. Er wirkt bräunlich, ist aber eher grauschwarz durchscheinend und transparent. Auch hier kann man die Fließstruktur erkennen, die entsteht, wenn sich die Lava unter der erstarrten Oberfläche noch weiter bewegt.

Der braunschwarze Mahagoni-Obsidian, der matt ist und braune Einschlüsse aus Spurenelementen von Eisen, Mangan und Kalium hat ist undurchsichtig, wobei dieser eher braun mit schwarzen Flecken zu finden ist.

Gold- und Silberobsidiane haben Einschlüsse von Pyrit und Wasser. Diese feinsten Einschlüsse verursachen den auf der Oberfläche sichtbaren Seidenglanz.

Der schwarze, homogene Obsidian ist ebenfalls undurchsichtig und durch viele Fremdstoffe schwarz gefärbt. Auch er weist die Fließstrukturen auf, hat eine Schichtenbildung mit grauen Schattierungen. Dieser Obsidian wurde schon von den Azteken und später in der Antike so hochglänzend poliert, daß man ihn als Spiegel benutzte. Auch heute noch benutzt man ihn als Spiegel der Seele.

Ein Obsidian ähnliches Glas ist der olivgrüne Sideromelan, welcher ein basaltisches Glas ist.

Dann gibt es noch den moosartigen Obsidian-Achat, ein schwarzer oder brauner Glasachat mit grünen Einschlüssen und sichtbaren Fließstruktur.

70 bekannte Fundorte gibt es derzeit weltweit.

Magmatische Gesteine

Vulkanite

Rhyolithisches Gestein

Vulkanisches Glas

Heute kann man mit modernen Analysetechniken die Herkunft und das Alter anhand der beinhaltenden Spurenelementen, der Isotopenzusammensetzung und der Stärke der Hydratationsschicht bestimmen und somit wichtige Informationen sammeln.

Obsidiane sind gut zu bekommen und auch preislich uninteressant, um großartig Fälschungen herzustellen. Doch kommt es auch immer mal wieder vor, wie z.Bsp. beim Rauchobsidian und den aquamarinfarbenen Obsidian, die von Schmucksendern angeboten werden. Verwechseln kann man den schwarzen Obsidian mit dem schwarzen Turmalin (Schörl), dem Onyx und den gefärbten schwarzen Achat. Doch der Obsidian hat den typischen Glasglanz und somit gut zu identifizieren. Aber auch Impaktschmelzgesteine, die durch Aufschmelzen und schnelles Abkühlen von Gesteinen durch einen Meteoriteneinschlag entstanden sind können mit dem Obsidian verwechselt werden. Ebenso ist der Pechstein im Aussehen und in der Bildung dem Obsidian ähnlich.

 

 





Kommentare zu dieser Seite:
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