.
  Impressionen IV
 



Zeitungsartikel und Medienberichte

Hier ein Zeitungsartikel des BLV vom 01.07.2009 geschrieben von Frau D. Friedrichs, die auch die Bilder gemacht hat.
Es war eine sechs wöchige Ausstellung der Sammlergruppe Bremen Nord und den Kollegen der Gruppe Uni Bremen.
Vorab noch einen Dank an die Redaktion und Frau Friedrichs für die Genehmigung, den Artikel und die Bilder hier einzustellen.

Quelle "DAS BLV"  Wochenzeitung

Auf Reise Millionen Jahre vor unserer Zeit

Mineralien- und Fossiliensammler stellen im Schloss Schönebeck aus

  

Schönebeck – An jedem ersten Mittwoch im Monat „gehört“ die Schlosskate des Schlosses Schönebeck dem Freundeskreis der Mineralien- und Fossiliensamm­ler Bremen-Nord. Seit 27 Jahren treffen sich dort dessen Mitglie­der, derzeit sind es etwa zwan­zig. Jährliche Ausstellung in der Schlosskate sind Teil des Pro­gramms. Nun haben auch die Besucher des Schlosses Schöne­beck Gelegenheit, sich im Rahmen der Ausstellung „Es begann vor langer Zeit“ über die Samm­lungen des Freundeskreises und deren Vielfalt an Mineralien, Fossilien und Edelsteinen zu in­formieren.


Eines der beeindruckenden fossilen Exponate der Ausstel­lung ist sicherlich ein etwa 40 000 Jahre alter, 25 Kilogramm schwerer Langknochen eines Wollhaarmammuts. Ebenfalls aus dieser Zeit stammen Backenzahn und Halswirbelknochen eines Mammuts sowie der obere Teil eines Schädels ei­nes Wollhaarnashorns. Imposant auch der Schädel eines Höhlen­bären, schatzungsweise 30 000 Jahre alt, gefunden in einer Höhle im Sauerland. 

Zur Verfügung gestellt haben diese Exponate Dr. Jens Lehmann und Martin Krogmann von der Geowissenschaftlichen Sammlung der Universitat Bre­men. Die beiden Wissenschaftler haben auch „Stinti“ zur Ausstel­lung mitgebracht, den 2006 in Vegesack beim Stintfang aus der Weser gezogenen Unterkiefer ei­nes Mammuts.

 Auf eine Zeit vor 60 Millionen Jahren datiert sind die Schwämme, die Jürgen Reinhardt in der Ausstellung präsentiert, ergänzt um circa 140 Millionen Jahre al­te Kreidefossilien. Michael Guhl und Herbert Hill stellen Tiere und Pflanzen aus dem Karbon (vor etwa 350 Millionen Jahren) aus, darunter versteinerte Holz und Kohleschiefer-Abdrücke von Farnen und Schachtelhal­men und mehr.

Alan Marsh zeigt den Besu­chern der Ausstellung die Zähne – und zwar die von Haien, dar­unter ein komplettes Haifisch­-Gebiss aus der heutigen Zeit im Vergleich zu versteinerten, 23 Millionen Jahre alten Exempla­ren wie der Zahn eines weißen Hais. Er sei in ganz Europa für seine Exponate unterwegs gewe­sen, erzählt der ehemalige Tief­bau-Ingenieur. Die Suche nach Haifischzahnen sei für ihn so etwas Schatzsuche. Fossilien wie Schwamme, Feuerstein-Seeigel und Kno­chenfragmente eines Wals stam­men aus der Sammlung von Werner Liebenberg. Bernsteine aus der ganzen Welt in allen farblichen Facetten, von Honig­ über Knochenbernstein bis hin zu blauem Bernstein, steuert Ludwig Kopp zur Ausstellung bei. Opale, in Farben von blau­grün bis gelb und rot, Herkimer Diamanten aus den USA, Pur­purit aus Australien, Fuchsit aus Brasilien, New Age Stone aus Mexiko, Hämatit aus Großbri­tannien – die Liste der Länder, aus denen Alfred Schäfer und Manfred Koch Edelsteine präsentieren, ist lang.

Günther Hoffmann hat seine schönsten Achate für die Aus­stellung ausgewählt, die h6chst abwechslungsreich in Farben und Formen für Aufmerksam­keit sorgen. Außerdem präsentiert Karl-Heinz Haake unter­schiedliche Formen von Wüsten­glas und Pyrit, so genanntes „Katzengold“, das früher manch unerfahrenen Goldsucher wegen seines Glanzes genarrt haben  soll. Darüber hinaus informiert Jörg Pöhl über den Einschlag ei­nes riesigen Meteori­ten nahe der Stadt Nördlingen.

Die Ausstellung „Es begann vor langer Zeit“ ist bis zum 16. August im Schloss Schönebeck, Im Dorfe 3-5, zu sehen. Öff­nungszeiten: Diens­tag, Mittwoch, Samstag und Sonntag von 15 bis 17 Uhr, sonn­tags zusätzlich von 10.30 bis 13 Uhr. DF

 


 


Alfred Schäfer erläutert Brigitte Gollub vom Heimat- und  Museumsverein 
für Vegesack und Umgebung seine Edelsteinsammlung.                   

 

 


Imposant der Schädel eines Höhlenbären, schätzungsweise 30000 Jahre alt, gefunden in einer Höhle im Sauerland.


Quelle "DAS BLV"  Wochenzeitung                                                       Fotos (2) DF

********************************************************************

Hier ein Zeitungsartikel der Norddeuschen im Weser Kurier vom 17.07.2013 geschrieben von Ulf Buschmann. Die Bilder von Herr Kosak gemacht.
Einen Dank an die Redaktion, Herr Buschmann und Herr Kosak für die Genehmigung, den Artikel und die Bilder hier einzustellen.

Quelle "Die Norddeutsche im Weser Kurier" 


Alfred Schäfer, Gabriele Grau und Rudolf Klubsch im Keller des Schloss Schönebeck.FOTOS: KOSAK

Schönebeck. Mineralien, Fossilien, Edelsteine: Sie erzählen Geschichte. Erdgeschichte – und das über Millionen von Jahren. Zu finden sind sie vielfach nicht allzu weit weg, so etwa auf dem Ritzenbütteler Sand in Lemwerder, auf der Flussinsel Harriersand oder in Eggestedt. Die Zeugnisse der Erdgeschichte holen die Mitglieder des Freundeskreises der Mineralien- und Fossiliensammler im wahrsten Sinne des Wortes ans Tageslicht.

Ihn gibt es schon seit 1982. Ins Leben gerufen hat ihn der kürzlich verstorbene Hans-Jürgen Scheuß. Seitdem treffen sich die Sammler und Experten einmal monatlich in der Schönebecker Schlosskate. Es ist ein kleiner Kreis, der da seinem gemeinsamen Hobby nachgeht. Die Leute arbeiten im Stillen. Einige Vitrinen im Schönebecker Schloss zeugen von ihrer akribischen Arbeit, die Einblicke in die Erd-Evolution gibt. Einmal im Jahr jedoch zeigen die Mitglieder des Freundeskreises, was sie tun: Jeweils im Oktober zeigen sie ihre Exponate in einer Ausstellung in der Schlosskate. In diesem Jahr sind es der 12. und 13. Oktober.


Haifischzähne als Ausstellungsstücke.

Die Ästhetik von Kristallen

Dann glitzert es vielfach, wie zum Beispiel bei Karl-Heinz Haacke. Er sammelt hauptsächlich Achate, eine Art von Quarz, und versteinertes Holz. Dieses tut er wegen der "faszinierenden Schönheit und der Ästhetik von Kristallen", wie Haacke sagt. Achate, so der Experte, entstünden durch Gasblasen in der Lava von Vulkanen. Sie kühlen sich ab und werden im Laufe der Erdgeschichte bunt. Zu den Achaten gehört laut Haacke zum Beispiel der Amethyst. Er bildet sich an Bergwänden und wird zu Schmuck verarbeitet.

"Wo etwas zu finden ist, steht in der einschlägigen Literatur", sagt Sammler Haacke. Dort fahren er beziehungsweise seine Sammlerfreunde hin, um die Schätze für die Nachwelt zu erhalten oder zu veredeln. Oder die Mitglieder der Mineralienfreunde besuchen Großveranstaltungen wie in München oder Hamburg. Dort kommen sie mit Gleichgesinnten zusammen, tauschen oder kaufen ihre Schätze. Wie Haacke hat jedes Gruppenmitglied sein Spezialgebiet. Rudolf Klubsch sammelt jedoch fast alles.

Gabriele Grau findet das was sie sucht eher in der Region. Sie hat sich auf Geschiebe wie Kieselsteine und Fossilien aus der Kreidezeit spezialisiert. Die Hinterlassenschaften aus der Phase der Erdentwicklung, die vor 145 Millionen Jahren begann und bis etwa vor 65 Millionen Jahren angedauert hat, bearbeitet Grau und macht daraus schöne Stücke, die am Ende oftmals schöner als ein Achat sind. Die Grundlage dafür findet die Sammlerin zum Beispiel bei Thedinghausen, wo auch schon einmal die Zähne von Haien an die Oberfläche kommen, oder in Misburg bei Hannover. Dort waren es laut Fachfrau Grau sogenannte Donnerkeile, das Innenleben von Tintenfischen.

Nicht ganz so weit fahren müssen Peter Kehrenbach und Ludwig Kopp. Sie haben sich innerhalb der Gruppe auf Bernstein oder auch Fossilien spezialisiert. Und dass es Bernstein insbesondere an der Ostsee gibt, ist eine Mär. Er findet sich auch in Eggestedt – wenn natürlich längst nicht in so großer Zahl wie an der Nord- und Ostsee.

Indes: Bernstein ist nicht gleich Bernstein, wie Alfred Schäfer zeigt. Zu seiner Sammlung gehören fluoreszierende Stücke aus der Dominikanischen Republik und leuchtend blaue aus Burma und Bernstein aus den Schweizer Bergen. Aus dem amerikanischen Bundesstaat Illinois kommen die Pyritsonnen.

Zu den Schätzen von Monika und Alfred Schäfer gehören jedoch nicht nur Bernsteine, sondern auch Opale. Das, was die breite Öffentlichkeit als bunte, glitzernde und nicht zuletzt wertvolle Edelsteine kennt, sei im Original unscheinbar, wie Alfred Schäfer am Beispiel seiner Steine aus Australien und Äthiopien deutlich macht. So ist es bei Andamoka-Opalen erst das Kochen in Zuckerwasser, das Aussäuern und das anschließende Polieren, das die Steine zu dem macht, was sie am Ende sind.

Als Hobby fertigen sie aus den Mineralien und Fossilien Schmuck, BoloTies, Armbanduhren und vieles mehr. Alfred Schäfer führt übrigens die Gruppe für Scheuß weiter.

Mineralien, Fossilien und Edelsteine erzählen Geschichten – oder es gibt zu fast jedem Stück eine. So etwa bei Werner Augustin, an dessen Finger ein Ring prangt, der mit einem Tansanit geschmückt ist. Er kommt in Tansania vor und basiert auf Kupfer und Zinkmineralien. Tansanite, weiß Augustin, sind ebenso selten und wertvoll.

Allein schon aus diesem Grunde vergisst der Sammler nie die Geschichte zu einem seiner Exponate: Während eines Aufenthaltes lernten Augustin und seine Frau einen tansanischen Geschäftsmann kennen. Er schenkte der Frau des Nordbremers Tansanite. Doch nach Sitte des Landes übergab der Mann das Geschenk nicht direkt der Besucherin aus Europa, sondern vielmehr ihrem Gatten – und wünschte beiden viel Glück.

Der Freundeskreises der Mineralien- und Fossiliensammler trifft sich jeden ersten Mittwoch im Monat um 17 Uhr in der Schlosskate des Schönebecker Schlosses. Willkommen sind alle Interessierten an Edelsteinen, Mineralien und Fossilien. Weitere Infos gibt es im Internet unter www.alfs-mineralien.de.tl/Home.htm, unter der E-Mail-Adresse sammlergr_hb_nord@gmx.de oder bei Alfred Schäfer unter 65 51 84.

 








Kommentar zu dieser Seite hinzufügen:
Dein Name:
Deine E-Mail-Adresse:
Deine Homepage:
Deine Nachricht:

 
  Heute waren schon 8 Besucher (21 Hits) hier!