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  EPI - NEWS III
 
Edelstein-News 020
Nickel-Magnesit
Das Magnesiumcarbonat Magnesit (MgCO3) ist in gut kristallisiertem, reinem Zustand ein farbloses Mineral.
Als solches kommt es in der Natur jedoch recht selten vor. Meist tritt es gesteinsbildend in großen Massen
oder in knolligen Aggregaten auf. Die am häufigsten anzutreffende Farbe ist Weiß oder Grau, seltener Beige
(Handelsname: »Ivoryit«) oder Grün. Grüne Farbtöne entstehen durch die Einlagerung von Nickel oder nickelhaltigen Fremdmineralen.
Schon seit längerem sind grün-weiß melierte Steine im Handel, die
mal als "Nickelin", mal als "Nickel-Quarz", mal als "Apfeljade" bezeichnet
werden.

Elementanalysen des EPI-Labors zeigten jedoch, dass diese Bezeichnungen
allesamt falsch sind. In den mittels Röntgenfluoreszensanalyse
(RFA) untersuchten Proben konnte Magnesium, Kohlenstoff und Nickel
nachgewiesen werden. Demnach handelt es sich um einen nickelhaltigen
Magnesit (kurz: Ni-Magnesit). Tatsächlich reagiert ein Pulverpräparat
des Minerals auf 10%ige Salzsäure mit schwacher Gasentwicklung,
so wie wir es von Magnesit gewohnt sind.


Abb. 1: Nickel-Magnesit alias "Apfel-Jade"

Verwechlungsmöglichkeiten:
Grün-weiß gemusterter, nickelhaltiger Magnesit kann eventuel mit nephrit- oder jadeithaltigen Gesteinen verwechselt werden (Abb. 2 - 4).
Als einfache Unterscheidungsmöglichkeit dient die Säureprobe mit 10%iger Salzsäure. Bei Magnesit reagiert
ein durch Kratzen mit einem harten Gegenstand erzeugtes Pulver langsam, aber deutlich sichtbar mit einem
Tropfen verdünnter Salzsäure. In der Flüssigkeit bilden sich kleine Gasbläschen aus Kohlendioxid. Bei den
nephrit und jadeithaltigen Gesteinen bleibt diese Reaktion aus.